Quest Software  

Die Quest Software GmbH entwickelte bis zu seiner Übernahme durch Dell Inc. im Jahr 2012 Software für das Management von Datenbanken, Anwendungen und Umgebungen von Betriebssystemen. Der Hauptsitz des international vertretenen Unternehmens war Irvine, Kalifornien.
Auf der Suche nach größeren und den Arbeitsprozessen angepassten Flächen am Standort Köln stieß die Quest Software GmbH zu Beginn des Jahres 2004 auf das 'Forum im Media Park' des niederländischen Architekten Herman Hertzberger. Wir wurden beauftragt, die Verhandlungen mit dem Eigentümer zu begleiten und in einem ersten Schritt 1100qm Bürofläche in einem der Bauteile auf dem 3.OG auszubauen und einzurichten. In den Jahren 2006 und 2007 folgte eine Erweiterung der Flächen.

Die Aufgabe
Mit der Entscheidung für den Umzug verband der Bauherr den Wunsch, das Raumnutzungskonzept grundlegend zu überdenken. Die vorhandene Zellenbürostruktur sollte durch einen differenzierteren Ausbau ersetzt werden, welcher die Arbeitsabläufe besser abbildet und die Kommunikation innerhalb der Organisation erleichtert. Zusätzlich sollten Räume für interne und externe Schulungen - auch in größeren Gruppen - geschaffen werden, ergänzt durch ein Café, welches die Möglichkeit zur informellen und spontanen Kommunikation gibt.
Und schließlich bestand der Wunsch, die neue Arbeitsumgebung mit einem hohen Wiedererkennungswert auszustatten, um so die Alleinstellungsmerkmale der von Quest geschaffenen Software auch visuell erfahrbar zu machen.

Die Lösung
Zunächst wurden die Anforderungen an alle vorhandenen und absehbar benötigten zusätzlichen Arbeitsplätze in tabellarischer Form erfasst. Anschließend wurden die so gewonnenen Anforderungsprofile in Modellen räumlich abgebildet. Aus den von den Nutzern erarbeiteten Anforderungsprofilen entwickelte sich so eine differenzierte Topografie: zunächst wurde die Verkehrsfläche von den Arbeitsplätzen durch halbhohe Einbauten getrennt, die mit ihrer geschwungenen Form dem Gebäudegrundriss
folgen. In den entstehenden Großraum wurden die verbleibenden, vollständig verglasten Einzelbüros als Raumteiler eingestellt.
Passend zur Arbeitsgruppengröße bilden sich so Teilbereiche entlang der Fassade, die wie ein System von "Waben" die Arbeitsplätze beherbergen. Der Besprechungs-, Schulungs- und Konferenzbereich im 3.OG ist durch Glasschiebewände und eine ebenfalls im Radius des Grundrisses ausgeführte, hoch schalldämmende, verfahrbare Trennwand sehr variabel nutzbar. Die Medientechnik wurde in den Ausbau integriert. Der Entwurf konnte nur zu einem kleineren Teil mit Möbeln aus Serienproduktionen umgesetzt werden: mehr als die Hälfte aller Möbel sind für Quest entworfene Sonderanfertigungen. Während der Entwurfsphase wurde ein Musterarbeitsplatz eingerichtet, an dem alle Lösungsvorschläge zusammen mit den Nutzern überprüft wurden. Die sehr weitgehende Differenzierung des Grundrisses bei gleichzeitig großer Variabilität führt zu einem sehr sparsamen Flächenverbrauch.

Zwei Jahre nach der Übergabe liess sich bei einer Besichtigung der Flächen feststellen, dass sich die Sorgfalt von Bauherr und Planer bei der ersten Ausbauphase gelohnt habt: es ist eine Arbeitsumwelt mit hohem Gebrauchs- und Identifikationswert entstanden. Die expandierende Quest GmbH hat sich deshalb anlässlich der Vergrößerung des Standortes Köln wieder für das gleiche Gestaltungskonzept entschieden, welches im Dialog mit den Nutzern angepasst und für die aktuellen Nutzungsanforderungen optimiert wurde.
Im März 2006 und August 2007 wurden insgesamt weitere 1.100m² Erweiterungsfläche auf dem 1.OG übergeben - innerhalb des vereinbarten Budgets und zum vereinbarten Termin. Neben den Arbeitsplätzen gehören auch zwei Konferenzräume und ein Loungebereich zur neuen Etage.